Was bedeutet „Mevlid“?
„Mevlid“ heißt Geburt oder Geburtstag. Damit ist vor allem die Geburt des Propheten Muhammad (Friede und Segen seien auf ihm) gemeint. Deshalb sagt man auch „Mevlid-i Şerif“ = die ehrenvolle, gesegnete Geburt.
Wie wird Mevlid gefeiert?
Am Mevlid erinnern sich Muslime an den Propheten. Man liest aus dem Koran, spricht Gebete, singt religiöse Lieder und trägt das berühmte Werk „Vesiletü’n-Necat“ von Süleyman Çelebi vor, in dem der Prophet gelobt wird.
Ist Mevlid Pflicht?
Mevlid zu lesen ist keine Pflicht wie das tägliche Gebet oder Fasten. Aber es ist eine gute Tradition, weil man dabei Allah gedenkt, dem Propheten Grüße und Segen schickt und den Glauben im Herzen stärkt.
Geschichte des Mevlid
Die ersten bekannten Mevlid-Feiern wurden im 13. Jahrhundert in Erbil (Irak) organisiert. Später verbreitete sich die Tradition in vielen islamischen Ländern. Das bekannteste türkische Mevlid-Gedicht ist von Süleyman Çelebi (14./15. Jahrhundert).
Worauf soll man achten?
- Mevlid soll mit Aufrichtigkeit und Respekt gefeiert werden, nicht als Show oder Geschäft.
- Wiederholungen sollten abwechslungsreich gestaltet werden, z. B. mit Gedichten von verschiedenen Dichtern.
- Wichtig ist, dass das Herz dabei ist: echte Liebe zu Allah und zum Propheten.
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