{"id":16356,"date":"2026-08-16T16:15:21","date_gmt":"2026-08-16T13:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/?p=16356"},"modified":"2026-08-16T16:15:22","modified_gmt":"2026-08-16T13:15:22","slug":"16356","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/2026\/08\/16\/16356\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-wd-title title wd-123fb72d\">Leidenschaft und Hingabe zu Erkenntnis und Forschung<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-71ade973\"><strong>L\u00f6bliche Eigenschaften, auf die wir uns zur\u00fcckbesinnen sollten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-7f26b8cd\">Fethullah G\u00fclen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-76b25451\">W\u00e4hrend wir, gemessen an unserer \u00fcberaus gl\u00e4nzenden, fernen Vergangenheit, heute als vom Schicksal Gebeutelte ein bedauernswertes Dasein fristen, befinden andere sich mit der Fackel des Wissens in der Hand um L\u00e4ngen vor uns, als n\u00e4hmen sie Rache an ihrer eigenen einst finsteren Vergangenheit, und prahlen uns gegen\u00fcber mit ihrer \u00dcberlegenheit in Wissen und Forschung, wenn auch nicht in menschlichen Werten. Was ist nur mit uns geschehen, dass wir derart gnadenlos den Anschluss verloren haben?!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-0af67027\"><strong>Das Profil der Wissensdurstigen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-99779553\">Die Leidenschaft f\u00fcr Wissen und Forschung ist der Ausdruck eines genussvollen, heiligen Verlangens und einer Begeisterung mit dem Ziel, die g\u00f6ttlichen Namen sowie das Wesen hinter jenen Namen ausf\u00fchrlich kennenzulernen, durch dieses Erkennen Seine N\u00e4he zu erlangen und in allem Belebten und Unbelebten, dem man begegnet, einen Hauch von Ihm wahrzunehmen und zu f\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-006d3496\">Wer eine solche Begeisterung in sich tr\u00e4gt, der bleibt weder an der Dunkelheit der N\u00e4chte h\u00e4ngen noch verf\u00e4llt er durch den L\u00e4rm und Trubel der Tage in Zerstreuung; er sieht die Nacht als einen besonderen Horizont der Betrachtung und schreitet dem Ziel entgegen, auf das er zusteuert; den Tag wiederum nutzt er als ein neues Kapitel voller Gelegenheiten, und er ist erf\u00fcllt von unerm\u00fcdlichem Tatendrang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-0a841b22\">Er ist sich dessen bewusst, dass das Erreichen der Wahrheit und das Empfangen des g\u00f6ttlichen Beistands an eine m\u00fchsame Reise gebunden sind. Er wei\u00df sehr wohl, dass Strapazen und Kummer der Reiseproviant, der Vorrat und das Kapital auf dem Wege der Propheten sind. Er glaubt von ganzem Herzen daran, dass er wie eine Kerze schmelzen muss, w\u00e4hrend er herbeieilt, um die Zukunft und die kommenden Generationen zu erhellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-a83625d2\">Er verbringt sein Leben auf dem Wege, das Dasein richtig zu lesen und richtig zu deuten\u00a0\u2026 und getrieben von dem Entschluss, sein Wissen zur Gotteserkenntnis und seine Gotteserkenntnis zur Gewissheit zu f\u00fchren, eilt er ohne Rast und Ruhe zwischen den verschiedenen Strophen des Gedichts der Existenz dahin. Er ist stets bem\u00fcht, nach Neuem zu streben; sein Horizont liegt weit jenseits seines Zieles und seiner M\u00f6glichkeiten; seine spirituelle Geschwindigkeit und Flugh\u00f6he \u00fcbersteigen die der am h\u00f6chsten Fliegenden; selbst wenn sein Kapital nur aus einem einzigen Tropfen besteht, blicken seine Augen stets auf das majest\u00e4tische Bild unendlicher Meere; seine Fl\u00fcgel schlagen voller Hoffnung, und selbst wenn er auf dieser langen Reise keinen einzigen Cent an Kapital besitzt, so schreitet er seinem Ziel entgegen, als f\u00fchle er die Sch\u00e4tze der Welt unter seinen F\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-c714fd2b\">In dieser Hinsicht hegt er, wie auch immer sein gegenw\u00e4rtiger Zustand sein mag, keinen Zweifel daran, dass die Fackel, die er tr\u00e4gt, morgen emporsteigen und den Himmel erhellen wird. Als seine Zeitgenossen in der Vergangenheit noch im Elend dahinsiechten, zeigte er bereits dieselbe Haltung; unerm\u00fcdlich nahm er die Dinge und Ereignisse genauestens unter die Lupe: Mochten seine Zeitgenossen alles auch nur aus weiter Ferne betrachten, so schritt er mit seinen t\u00e4glich neuen Erkenntnissen zum Wesenskern des Daseins und zum Kern der Kerne voran.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-9908b1e6\"><strong>Eine unerkl\u00e4rliche Stagnation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-d5b2c780\">Ich vermag nicht zu sagen, warum wir stehen blieben, w\u00e4hrend wir in einer vergangenen \u00c4ra noch derart stolzen Schrittes vorangingen; doch es ist offensichtlich, dass unser pr\u00e4chtiges Erbe heute von anderen beansprucht wird. Dieses Mal sind wir in eine Phase des Stillstands \u00fcbergegangen, und sie sind vorangeschritten. Sie sind vorangeschritten und haben unter Nutzung jener Grundlagen und Prinzipien, deren Wurzeln uns geh\u00f6ren, zahlreiche Entdeckungen vollbracht. Auch wenn sie nicht bis zum Wesenskern, zum Fundament aller Dinge hervordringen konnten, so steht doch fest, dass sie hinter den Wissenschafts- und Technologieerfolgen dieses Zeitalters stehen\u00a0\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-b5d58f43\">Dabei hatten wir eine \u00fcberaus gefestigte Vergangenheit, starke und zeitlos g\u00fcltige Dynamiken sowie eine Religion, die Denken, Wissen, Lehren und Forschen als Gottesdienst betrachtet. In dieser Hinsicht waren wir weder den Wissenschaften noch der Existenz und ihren Ph\u00e4nomenen im Geringsten fremd. Doch wie dem auch sei, wir sind einst der Unwissenheit, der Verbohrtheit und der Tr\u00e4gheit erlegen; und danach sind wir an einer niederschmetternden Nachahmung und starren Denkmustern h\u00e4ngen geblieben!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-e24d2178\"><strong>Ein vergangenes goldenes Zeitalter<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-c92c6a06\">Was f\u00fcr Zeiten das waren; wir waren ganz wir selbst, und all unsere Forschungen trugen unsere eigene Handschrift. Das Denken, Forschen und Lehren erachteten wir als Gottesdienst. Wir hatten Tausende Begeisterte der Wissenschaft verloren, die ihr Leben hingaben \u2013 beseelt von freiem Denken und angetrieben von dem unb\u00e4ndigen Willen, die Wahrheit zu ergr\u00fcnden\u00a0\u2026 Auf jedem Gebiet waren wir unerm\u00fcdlich am Werk\u00a0\u2026 Es war, als w\u00fcrden wir f\u00f6rmlich darum wetteifern, die verborgenen Zeichen des Sch\u00f6pfers im Buch des Universums zu entschl\u00fcsseln. \u201eJene Vergangenheit gleicht heute nur noch einem zerbrochenen Traum.\u201c (Akif)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-2082fb7c\">W\u00e4hrend die ersten Muslime den Islam auf Erden verbreiteten, bem\u00fchten sie sich einerseits mit all ihrer Hingabe, die Herzen zu erhellen, und wiesen den Menschen Wege, sich von den vielf\u00e4ltigen Formen der Unterdr\u00fcckung zu befreien, die jene Epoche beherrschten. Andererseits brachten sie jeder Gesellschaft, zu der sie vordrangen, ein neues Verst\u00e4ndnis von Wissen, eine neue Art der Reflexion und neuartige Forschungsmethoden. Es war kaum ein Jahrhundert seit dem Erscheinen des Islams vergangen, als etwas Bestimmtes passierte \u2013 um es mit den Worten Akifs zu sagen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-bd17f687\">\u201eDie blutigen F\u00fc\u00dfe, die einst \u00fcber die H\u00e4upter schritten, kamen zur Besinnung;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-637a4008\">die Ohnmacht, deren einziges Los es war, zertreten zu werden, erwachte zu neuem Leben;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-83e674f4\">die Grausamkeit, die ihren eigenen Untergang f\u00fcr undenkbar hielt, verendete\u00a0\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-8d934d9e\">\u00dcberall dort, wo seine durchdringende Stimme zu h\u00f6ren war, ist das Pharaonentum untergegangen, und in jedem Winkel begann die Flagge von Recht und Gerechtigkeit zu wehen. W\u00e4hrend an die Stelle des G\u00f6tzendienstes der Gedanke des Monotheismus und die Dienerschaft gegen\u00fcber Gott traten, \u00fcberlie\u00dfen auch Nachahmung und Mythen St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck ihren Platz der Leidenschaft f\u00fcr Wissen und der brennenden Begeisterung f\u00fcr Forschung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-7af4aa4b\">In jener Zeit wurde jede Wissenschaft als vollwertige Wissenschaft gew\u00fcrdigt, und sie alle hatten Anteil an dieser Leidenschaft und brennenden Begeisterung: So wurden einerseits die Hilfswissenschaften und die Rhetorik (<em>Bel\u00e2gha<\/em>) sowie Disziplinen wie Koranexegese, Hadithwissenschaft, Jurisprudenz, Hadithmethodik, Rechtsmethodik und die Grundlagen der Religion als Sprachrohr und Vermittler eines neuen religi\u00f6sen Systems, einer Lebensphilosophie und einer Jenseitsbetrachtung dargelegt. Andererseits wurden zahlreiche Natur- und Strukturwissenschaften wie Mathematik, Geometrie, Chemie, Medizin, Astronomie, Landwirtschaft und St\u00e4dtebau in einem bis dato kaum bekannten, in dieser Form noch nie dagewesenen Rahmen neu begr\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-70a7c5de\">In jener Epoche ist es m\u00f6glich, in nahezu all diesen Wissenschaftszweigen zahlreiche von der Forschung begeisterte Denker, Philosophen und Entdecker aus den Reihen der Muslime aufzuzeigen: von Muhammed ibn Zekeriyya er-R\u0101z\u012b (gest. 925)<sup>1<\/sup>\u00a0bis zu Dj\u0101bir aus Kufa (gest. um 815)<sup>2<\/sup>, von el-F\u0101r\u0101b\u012b (gest. 950)<sup>3<\/sup>\u00a0bis zu Ibn S\u012bn\u0101 (gest. 1037)<sup>4<\/sup>, von el-Fez\u0101r\u012b (gest. um 806)<sup>5<\/sup>\u00a0bis zu el-Bett\u0101n\u012b (gest. 929)<sup>6<\/sup>, von Ibn Y\u016bnus (gest. 1009)<sup>7<\/sup>\u00a0bis zu Zehr\u0101v\u012b (gest. 1013)<sup>8<\/sup>, von el-Ghazz\u0101l\u012b (gest. 1111)<sup>9<\/sup>\u00a0bis zu Ibn Ruschd (gest. 1198)<sup>10<\/sup>\u00a0und noch Hunderte weitere Genies\u00a0\u2026 Die Gelehrten, Denker, Philosophen und Entdecker, die wir hier angef\u00fchrt haben, sind nur einige wenige von jenen, die in Wissenschaftszweigen wie Chemie, Mathematik, Geometrie, Medizin, Astronomie, Musik, Jurisprudenz, Methodik der Jurisprudenz und Sufismus ganze Systeme entwickelt haben.<sup>11<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-d0ec4a07\">Die Werke, die sie der Menschheit zum Geschenk machten, sind von einer Qualit\u00e4t, die Zeitalter \u00fcberdauert, und von einer Beschaffenheit, die der westlichen Renaissance den Weg ebnete.<sup>12<\/sup>\u00a0Auch wenn einige Exzentriker (<em>Kharidjiyye<\/em>) unter uns dies nicht wahrhaben wollen, so denkt die unvoreingenommene Welt der Wissenschaft in dieser Angelegenheit inzwischen anders.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-f1849761\">Lassen Sie uns diese Thematik im Lichte der Ausf\u00fchrungen von Denkern wie Haydar Bammate (gest. 1965), Joseph Bertrand (gest. 1900) und Gustave Le Bon (gest. 1931)<sup>13<\/sup>\u00a0weiter vertiefen: Das achte und neunte Jahrhundert markieren eine lichtumflossene \u00c4ra, in der verschiedenste Disziplinen der Geistes- und Naturwissenschaften eine beispiellose Bl\u00fcte erfuhren. Die Wissenschaftsgeschichte beschreibt den Orient mit Blick auf jene Jahrhunderte als \u00fcberaus glanzvoll. Dies ging so weit, dass die islamische Welt ihr goldenes Zeitalter erlebte, w\u00e4hrend weite Teile der Erde noch in tiefer Unwissenheit verharrten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-9f64becc\"><strong>Unvergleichlicher Fortschritt trotz suboptimaler Bedingungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-9f815ea6\">Gelehrte und Forscher nahmen einen Rang ein, der jenem der Staatsm\u00e4nner ebenb\u00fcrtig war, und erfreuten sich h\u00f6chsten Ansehens. Unter der Regentschaft des Abbasiden-Kalifen el-Me\u2018m\u016bn (gest. 833)\u00a0<sup>14<\/sup>\u00a0wurde auf staatliche Veranlassung hin beschlossen, die Kugelgestalt der Erde wissenschaftlich zu belegen. Dieser Beschluss wurde sp\u00e4ter von den Br\u00fcdern Ben\u016b M\u016bs\u0101 (gest. 873)<sup>15<\/sup>\u00a0in der W\u00fcste von Sindschar in die Tat umgesetzt. Dieses in der Wissenschaftsgeschichte hinsichtlich seiner Qualit\u00e4t sehr wohl bekannte Experiment wurde zudem in der W\u00fcste von Kufa wiederholt, wobei Ergebnisse erzielt wurden, die den heutigen Erkenntnissen zu diesem Thema erstaunlich nahekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-a6cb5eba\">Dabei war zu jener Zeit, bedingt durch den Niedergang der Schule von Alexandria<sup>16<\/sup>\u00a0im Nahen Osten, in vielen wissenschaftlichen Bereichen ein Stillstand eingetreten; ebenso waren fundierte astronomische Erkenntnisse hinter astrologische Mythen zur\u00fcckgefallen. Die wissenschaftlichen Forschungen waren zum Erliegen gekommen, die Begeisterung f\u00fcr Wissen war erloschen. In Konstantinopel verlor man sich im Schablonendenken, w\u00e4hrend der Zustand Europas g\u00e4nzlich herzzerrei\u00dfend war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-d2251403\">In einer solchen \u00c4ra pr\u00fcften die muslimischen Wissensbegeisterten mit tiefer Leidenschaft s\u00e4mtliche Wissensfragmente, die sie aus dem alten wissenschaftlichen Erbe erhalten hatten, berichtigten deren Fehler und brachten neue Erkenntnisse hervor, die k\u00fcnftige Generationen in Erstaunen versetzen sollten. Schon in einer bemerkenswert fr\u00fchen Epoche waren es Muslime, welche die empirischen Methoden begr\u00fcndeten<sup>17<\/sup>. Ebenso geht die Entdeckung einiger Instrumente und Systeme auf Muslime zur\u00fcck: Das Astrolabium<sup>18<\/sup>\u00a0ist ein Geschenk von Muhammed ibn Ibrah\u012bm el-Fez\u0101r\u012b; die astronomischen Sterntafeln (<em>Zidsch<\/em>) wiederum sind das Verm\u00e4chtnis von el-Bett\u0101n\u012b. Dass der Begriff der \u201eAlgebra\u201c in der Gelehrtenwelt stets in einem Atemzug mit Dj\u0101bir genannt wird, ist gewiss kein Zufall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-99f851c8\">Gelehrte weisen darauf hin, dass selbst Laplace (gest. 1827)<sup>19<\/sup>\u00a0von den Beobachtungen eines Ibn Y\u016bnus und eines el-Bett\u0101n\u012b profitierte. Schlie\u00dflich hat die westliche Welt jahrhundertelang die Systeme von Ibn Y\u016bnus und el-Bett\u0101n\u012b genutzt, an ihren Universit\u00e4ten die Philosophie von Ibn Ruschd sowie die Medizin von Ibn S\u012bn\u0101 und er-R\u0101z\u012b gelehrt und die chirurgischen Instrumente sowie Operationsmethoden von Zehr\u0101v\u012b angewandt. In der Welt der Wissenschaft gibt es wohl kaum jemanden, der el-Hazen (gest. 1040)<sup>20<\/sup>\u00a0nicht kennt. Er war es, der die Anatomie des Auges revolutionierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-594298df\">Diese Leidenschaft beschr\u00e4nkte sich keineswegs nur auf die genannten Punkte. Sie waren zudem Pioniere in Themenbereichen wie Landwirtschaft, Gartenbau und Bew\u00e4sserungssystemen. Die Pflege von Haus und Garten sowie die Landschaftsgestaltung sind Geschenke unserer Welt an den Westen. Auch zoologische G\u00e4rten und Fischteiche sind Geschenke dieser vordenkenden K\u00f6pfe. In Andalusien hatten die Muslime \u2013 in dem Bewusstsein ihres Rechts, gestaltend in die Natur einzugreifen \u2013 derart vollkommene G\u00e4rten angelegt, dass es zum Alltag geh\u00f6rte, dort auf jede erdenkliche Art von Lebewesen zu treffen.<sup>21<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-784683e4\"><strong>R\u00fcckblick auf die Vergangenheit, um die Zukunft wieder zu erleuchten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-9a5366f1\">Jeder beneidete sie und ihre Welt. Wer in seinem Herzen nicht Hass und Groll hegte, stellte sich freiwillig an ihre Seite.<sup>22<\/sup>\u00a0Ohnehin w\u00e4re es angesichts einer derart breiten Front der Feindseligkeit unm\u00f6glich gewesen, allein durch rohe Gewalt so lange standzuhalten. Auf dem Weg in unsere heutige Zeit erloschen diese Begeisterung und Sehnsucht jedoch allm\u00e4hlich. In diesem Volk breitete sich eine t\u00f6dliche Ersch\u00f6pfung aus. Nun rufen uns jene, die einst zu uns aufsahen, aufgrund ihres technologischen Fortschritts unter ihre Schirmherrschaft. Wie waren sie wohl an diesen Punkt gelangt? Meiner Meinung nach gibt es auf all diese Fragen eine einzige Antwort: indem sie genau jene Wege beschritten, die wir zuvor angelegt hatten!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-e10476f0\">Daher bleibt uns und allen Erziehern nur noch die Aufgabe, jene Liebe zur Wahrheit und zur Wissenschaft von Neuem zu entfachen, die wir durch unsere eigenen Vorfahren kennengelernt haben, und sie ein weiteres Mal mit unb\u00e4ndigem Forschungsdrang und tiefem Erkenntnisdurst zu befl\u00fcgeln. Um ein derartiges Vorhaben in dieser weiten Geografie zu verwirklichen, bedarf es jedoch unweigerlich wacher Geister, der Wahrheit hingegebener Herzen und furchtloser Helden, die frei von jeglichen Hintergedanken oder Eigennutz sind und selbst angesichts schwerster Widrigkeiten nicht ins Wanken geraten; Helden, die keinerlei pers\u00f6nliche oder wirtschaftliche Interessenbindungen hegen und erhaben \u00fcber alle weltlichen Begierden sind. \u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-d7e0486d\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-1da7c745\">Er-R\u0101z\u012b: Unter dem latinisierten Namen Rhazes ging der persische Universalgelehrte (gest. 925) in die europ\u00e4ische Medizingeschichte ein. Er gilt als einer der gr\u00f6\u00dften Kliniker des Mittelalters. Seine bahnbrechende Monografie el-Judari wa el-\u1e24a\u1e63bah, in der er als Erster klinisch pr\u00e4zise zwischen Pocken und Masern unterschied, wurde unz\u00e4hlige Male ins Lateinische und in moderne europ\u00e4ische Sprachen \u00fcbersetzt. Vgl. Peter E.\u202fPormann\u00a0&amp; Emilie Savage-Smith: Medieval Islamic Medicine, Edinburgh 2007.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-49e48380\">Algebra: Aus wissenschaftshistorischer Sicht ist hier eine Pr\u00e4zisierung wichtig: Der Begriff \u201eAlgebra\u201c geht nicht auf den ber\u00fchmten Chemiker Dj\u0101bir ibn \u1e24ayy\u0101n (latinisiert Geber, gest. um 815) zur\u00fcck. Das Wort leitet sich vielmehr vom arabischen \u201eal-djabr\u201c (das Erg\u00e4nzen\/Wiederherstellen) ab und entstammt dem Titel des wegweisenden Buches des Universalgelehrten El-Chw\u0101rizm\u012b (gest. um 850), der die Algebra als eigenst\u00e4ndige mathematische Disziplin etablierte. Vgl. George Gheverghese Joseph: The Crest of the Peacock: Non-European Roots of Mathematics, Princeton 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-00a00e6e\">El-F\u0101r\u0101b\u012b: Ebu Na\u1e63r Mu\u1e25ammed el-F\u0101r\u0101b\u012b (in Europa als Alpharabius bekannt, gest. 950) war ein herausragender Universalgelehrter, der als \u201eder Zweite Lehrer\u201c (nach Aristoteles) in die Geistesgeschichte einging. Er leistete bahnbrechende Beitr\u00e4ge zur politischen Philosophie, Logik und Metaphysik. Sein Werk Kit\u0101b el-Mus\u012bqa el-Kab\u012br (Das gro\u00dfe Buch der Musik) ist die bis dahin umfassendste und systematischste Abhandlung \u00fcber Musiktheorie, Akustik und Instrumentenkunde. Vgl. Majid Fakhry: A History of Islamic Philosophy, New York 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-33c16e78\">Ibn S\u012bn\u0101: in Europa weltbekannt als Avicenna (gest. 1037). Sein medizinisches Meisterwerk, der Kanon der Medizin (El-Q\u0101n\u016bn fi el-Tibb), fasste das gesamte medizinische Wissen seiner Zeit zusammen und diente bis tief ins 17. Jahrhundert hinein als unangefochtenes Standardlehrwerk an den europ\u00e4ischen medizinischen Fakult\u00e4ten (etwa in Montpellier und Leuven). Vgl. Nancy G.\u202fSiraisi: Avicenna in Renaissance Italy, Princeton 1987.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-8a8b7b48\">El-Fez\u0101r\u012b: Gestorben um 806, perfektionierte er das Astrolabium und war ein Pionier der fr\u00fchen abbasidischen Astronomie. Vgl. David A.\u202fKing: Astrolabes from Medieval Europe, Farnham 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-4eeddea6\">El-Bett\u0101n\u012b<strong>:<\/strong>\u00a0unter dem Namen Albatenius (gest. 929) bekannt. Seine hochpr\u00e4zisen astronomischen Sterntafeln wurden von Nikolaus Kopernikus zur Berechnung herangezogen. Vgl. George Saliba: Islamic Science and the Making of the European Renaissance, Cambridge 2007.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-a204b27d\">\u02bfAli ibn Y\u016bnus: 1009 gestorben. Seine astronomischen Beobachtungen im Z\u012bdj el-\u1e24\u0101kim\u012b waren so exakt, dass der amerikanische Astronom Simon Newcomb sie im 19. Jh.\u202fzur Berechnung der Mondbeschleunigung nutzte. Vgl. Francis Richard Stephenson: Historical Eclipses and Earth\u2018s Rotation, Cambridge 1997.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-74d772d7\">Zehr\u0101v\u012b: Abu el-Q\u0101sim ez-Zahr\u0101w\u012b (in Europa Abulcasis, gest. 1013) gilt als der \u201eVater der modernen Chirurgie\u201c. Der chirurgische Teil seiner Enzyklop\u00e4die Al-Ta\u1e63r\u012bf war das erste illustrierte Handbuch der Chirurgie. Er erfand und beschrieb darin \u00fcber 200 chirurgische Instrumente (Zangen, Skalpelle, Katheter), von denen viele in ihrer Grundform bis heute verwendet werden. Vgl. M.\u202fS.\u2006Spink\u00a0&amp; G.\u202fL. Lewis: Albucasis on Surgery and Instruments, London 1973.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-29110522\">El-Ghazz\u0101l\u012b: Ebu \u1e24\u0101mid el-Ghazz\u0101l\u012b (latinisiert Algazel, gest. 1111) gilt als einer der einflussreichsten Theologen und Mystiker. In seinem Hauptwerk I\u1e25y\u0101\u02be \u02bfUl\u016bm ad-D\u012bn gelang es ihm, die orthodoxe Rechtswissenschaft auf organische Weise mit der inneren Spiritualit\u00e4t des Sufismus zu vers\u00f6hnen. Vgl. William Montgomery Watt: The Faith and Practice of Al-Ghazali, London 1953.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-3aea8e5c\">Ibn Ruschd: In der europ\u00e4ischen Geistesgeschichte als Averroes (gest. 1198) bekannt, genoss er so hohes Ansehen, dass Thomas von Aquin ihn ehrfurchtsvoll nur \u201eden Kommentator\u201c nannte. Der nach ihm benannte Averroismus war jahrhundertelang eine der einflussreichsten philosophischen Str\u00f6mungen an europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten. Vgl. Majid Fakhry: A History of Islamic Philosophy, New York 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-7c463249\">Systementwicklung in den islamischen Wissenschaften: Die islamische Zivilisation brachte nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in den Geisteswissenschaften hochkomplexe Systeme hervor. Die \u201eMethodik der Jurisprudenz\u201c (U\u1e63\u016bl el-Fiqh) etablierte strikte logische Prinzipien zur Ableitung von Rechtsnormen und gilt als beispiellos fr\u00fches System der Rechtsphilosophie. Ebenso wurde der \u201eSufismus\u201c (Ta\u1e63awwuf) zu einer systematisierten mystischen Philosophie weiterentwickelt, die das innere Erleben methodisch strukturierte. Vgl. Wael B.\u202fHallaq: A History of Islamic Legal Theories, Cambridge 1997.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-0cdce489\">Fundament der Renaissance: Wissenschaftshistoriker weisen detailliert nach, dass die Errungenschaften der islamischen Gelehrtenwelt das unentbehrliche Fundament der westlichen Renaissance bildeten. Vgl. Jim Al-Khalili: Im Haus der Weisheit, Bonn 2011; John M.\u202fHobson: The Eastern Origins of Western Civilisation, Cambridge 2004; Fuad Sezgin: Wissenschaft und Technik im Islam, Frankfurt am Main 2003; Johannes Fried: Das Mittelalter, M\u00fcnchen 2008.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-b372edea\">Wissenschaftshistorische Rezeption: Denker wie Haydar Bammate (Visages de l\u2019Islam), Joseph Bertrand (L\u2019Acad\u00e9mie des sciences) und Gustave Le Bon (La Civilisation des Arabes) untersuchten die katalytische Wirkung der islamischen Gelehrsamkeit auf die europ\u00e4ische Moderne und dokumentierten den kulturellen Transfer detailliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-91f412c2\">Kalif el-Me\u2018m\u016bn und die Wissenschaft: Der Abbasiden-Kalif (gest. 833) f\u00f6rderte in Bagdad das \u201eHaus der Weisheit\u201c (Bait el-\u1e24ikma). Er initiierte erste staatlich finanzierte Gro\u00dfforschungsprojekte, darunter astronomische Observatorien und geod\u00e4tische Messungen zur Best\u00e4tigung der Erdkugel. Vgl. Dimitri Gutas: Greek Thought, Arabic Culture, London 1998.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-5deee57b\">Erdumfang-Messung: Im Auftrag von Kalif el-Me\u2018m\u016bn ma\u00dfen die Br\u00fcder Ben\u016b M\u016bs\u0101 (gest. 873) einen Breitengrad, um den Erdumfang pr\u00e4zise zu berechnen. Raymond Mercier w\u00fcrdigte dieses Unterfangen als die erste systematische geod\u00e4tische Expedition der Wissenschaftsgeschichte. Vgl. Raymond Mercier: Geodesy, in: The History of Cartography, Chicago 1992.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-e41a4ef0\">Schule von Alexandria: Ihr Niedergang zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert hinterlie\u00df ein gewaltiges intellektuelles Vakuum. Die exakte Astronomie wurde zunehmend von astrologischen Mythen verdr\u00e4ngt. Erst die islamische \u00dcbersetzungsbewegung rettete diese antiken Werke und rehabilitierte die Astronomie durch empirische Forschung. Vgl. David C.\u202fLindberg: The Beginnings of Western Science, Chicago 2007.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-7be86984\">Empirische Methoden: Was heute als \u201ewissenschaftliche Methode\u201c bekannt ist, wurde ma\u00dfgeblich durch muslimische Gelehrte wie Ibn el-Haytham (Alhazen, gest. 1040) durch systematische Experimente gepr\u00e4gt \u2013 lange vor Denkern wie Francis Bacon oder Galileo Galilei. Vgl. Roshdi Rashed (Hrsg.): Encyclopedia of the History of Arabic Science, London 1996.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-7d7cf278\">Astrolabium: Dieser antike astronomische \u201eHimmelscomputer\u201c zur Winkelmessung und Navigation wurde von Muslimen perfektioniert und war im europ\u00e4ischen Mittelalter bis zur Erfindung des Sextanten unverzichtbar. Vgl. David A.\u202fKing: Astrolabes from Medieval Europe, Abingdon 2011.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-cf57f24f\">Laplace und die islamische Astronomie: Der franz\u00f6sische Astronom Pierre-Simon Laplace (gest. 1827) nutzte f\u00fcr seine bahnbrechenden Berechnungen zur Himmelsmechanik ganz konkret die historischen Finsternis-Beobachtungen von el-Bett\u0101n\u012b und Ibn Y\u016bnus, da deren jahrhundertealte Daten von un\u00fcbertroffener Pr\u00e4zision waren. Vgl. Christopher M.\u202fLinton: From Eudoxus to Einstein, Cambridge 2004.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-a0c4c9f0\">Anatomie des Auges und Optik: Hinter dem Namen el-Hazen verbirgt sich Ibn el-Haytham (Alhazen, gest. 1040). Er st\u00fcrzte die antike \u201eSehstrahl-Theorie\u201c und bewies experimentell die Intromissionstheorie \u2013 dass Licht von Objekten in das Auge f\u00e4llt. Er beschrieb die Anatomie des Auges in einer Detailgenauigkeit, die die Optik bis Johannes Kepler grundlegend pr\u00e4gte. Vgl. David C.\u202fLindberg: Theories of Vision from al-Kindi to Kepler, Chicago 1976.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-5c99b79c\">Andalusische G\u00e4rten und fr\u00fche Tierparks: Das \u201egestaltende Eingreifen in die Natur\u201c spiegelt ein islamisches Naturverst\u00e4ndnis wider, bei dem der Mensch als Statthalter (khal\u012bfa) die Sch\u00f6pfung kultiviert. In El-Andalus entstanden hochkomplexe Anlagen, die Menagerien (Tierparks) und Volieren umfassten. Diese gelten als direkte Vorl\u00e4ufer der modernen Tier- und Pflanzenparks. Vgl. Dede Fairchild Ruggles: Islamic Gardens and Landscapes, Philadelphia 2008.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-660959db\">Kulturelle Anziehungskraft und friedliche Koexistenz: Die Pax Islamica schuf enorme wirtschaftliche und kulturelle Anreize. Das Prinzip der Convivencia in Andalusien und der rechtliche Schutzstatus (Dhimmi) f\u00fchrten dazu, dass sich viele Menschen freiwillig dieser Ordnung anschlossen und in die Forschungszentren str\u00f6mten. Vgl. Maria Rosa Menocal: The Ornament of the World, Boston 2002.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-wd-paragraph wd-98d5f1a9\">via: <a href=\"https:\/\/diefontaene.de\/2026\/06\/30\/leidenschaft-und-hingabe-zu-erkenntnis-und-forschung\/\">https:\/\/diefontaene.de\/2026\/06\/30\/leidenschaft-und-hingabe-zu-erkenntnis-und-forschung\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":16353,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,17,16],"tags":[],"class_list":["post-16356","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-general","category-nachrichten","category-veranstaltungen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16356"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16356\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16357,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16356\/revisions\/16357"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/akmfachverein.at\/public\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}